Ein Jahr Nachtkulturkoordination in Jena – Vernetzung, Vermittlung und neue Projekte
Aktualisiert: 29. Sept.

Seit einem Jahr ist Christoph Litwinov als Nachtkulturkoordinator in Jena tätig. Die in Thüringen bislang einmalige Stelle soll eine Schnittstelle zwischen Clubs, freien Veranstalterinnen und Veranstaltern, Stadtverwaltung, Politik und Anwohnerschaft schaffen. Nach zwölf Monaten lässt sich eine erste Bilanz ziehen.
Ein Schwerpunkt der Arbeit lag zunächst darauf, die verschiedenen Akteurinnen und Akteure der Jenaer Nachtkultur stärker miteinander zu vernetzen. Dazu wurde unter anderem der Booking-Stammtisch wiederbelebt, bei dem Clubs und Veranstaltende regelmäßig über Veranstaltungen, aktuelle Herausforderungen und mögliche Kooperationen sprechen. Besonders kleinere und freie Kollektive profitieren außerdem von einem festen Ansprechpartner, der bei Fragen zu Genehmigungen und im Austausch mit der Verwaltung vermitteln kann.
Gleichzeitig steht die Jenaer Nachtkultur weiterhin vor Herausforderungen. Fehlende geeignete Flächen, gestiegene Kosten und Veränderungen im Besucherverhalten beschäftigen Clubs und Veranstaltende weiterhin. Die Nachtkulturkoordination kann diese Probleme nicht allein lösen, sie kann jedoch Kontakte herstellen, Verfahren erleichtern und den Austausch zwischen den verschiedenen Beteiligten fördern.
Ein besonders sichtbares Ergebnis der stärkeren Vernetzung ist die Lange Nacht der Clubkultur am 23. Oktober 2026. Neun Jenaer Kulturorte schließen sich dafür erstmals zu einer gemeinsamen Veranstaltungsnacht zusammen.




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